Wie war das Leben an der Frontier? Wie hat der Goldrausch die Geschichte der USA geprägt? Genau das thematisiert die Serie Deadwood. Warum Deadwood? Weil so ein Lager hieß, das sich in den drei Jahren der Serie (beginnt 1876) zu einem Kaff entwickelt hat und heute eine Stadt in South Dakota nahe der Black Hills ist. Inhaltlich wird der Aufschwung des Dorfes bzw. der Stadt in Zeiten des Goldrauschs thematisiert – und das für eine Fernsehserie historisch relativ exakt! Orte und Personen haben real existiert. Man bekommt so einen guten Einblick in das Leben der Leute, die den Wilden Westen urbar gemacht haben. Aber Achtung: Deadwood ist keine Westernserie, auch wenn die Optik daran erinnert. Vielmehr werden wirtschaftliche, migrationsbedingte und gesellschaftliche Entwicklungen & Konflikte gut und anschaulich thematisiert.

Was mich neben der Historie aber besonders interessiert und letztlich das Salz in der Suppe ist: High Noons, chinesische Opiumdealer, Whiskey, rauchende Colts, der legendäre Sheriff Seth Bullock als Hauptcharakter, der #10 Saloon, die Pinkertons, The Gem, Wild Bill Hickok, Calamity Jane (eine Revolverheldin) und last but not least der symphatische Al Swearengen. Übrigens lege ich diese Serie insbesondere jedem ans Herz, der mit Western eher weniger anfangen kann.

Auch auf Facebook ist Deadwood vertreten, wenngleich die Seite nicht mehr gepflegt wird. Die letzte der drei Staffeln lief aber auch im Jahr 2006, als Facebook noch in den Kinderschuhen steckte. Dafür ist aber eine Unterseite bei HBO sehr informativ, hier kann man eine Live-Cam steuern und sich das historische Blackwood einmal anschauen.