Employer Branding ist immer noch in aller Munde. Manche bezeichnen es als Hype, andere als Wunderwaffe der modernen Unternehmenskommunikation. Es geht darum, die eigenen Mitarbeiter zu Markenbotschaftern zu machen und das eigene Unternehmen als Arbeitgebermarke positiv zu etablieren. Doch wie genau funktioniert Employer Branding? Zur Zeit scheint es, als gäbe es hierzu zwei Wege:

Version 1: Man nehme eine beliebige Anzahl an authentischen jungen Praktikanten, Azubis etc. stellt diese vor eine Kamera und lässt sie zu einem trendigen Song durch das eigene Unternehmen springen und tanzen, wahlweise noch mit Konfetti und Luftschlangen in der Hand. Wer’s noch authentischer haben möchte, der lässt die eigenen Azubis/Praktikanten einfach selbst zu Wort kommen. Da bietet sich ein Rap natürlich besonders an. Das gefällt der Jugend. Ist das Video einmal ins Social Web getragen, ist so garantiert sichergestellt, dass sich die gewünschte Message auf den Zuschauer überträgt. Dieser erkennt sofort: In diesem Unternehmen zu arbeiten macht richtig viel Spaß! Kein Zweifel darüber, dass die Botschaft irgendwie anders interpretiert werden könnte.

Version 2: Um sich als gute Arbeitgebermarke zu präsentieren, fängt man bei der eigenen Unternehmenskultur an. Denn man erkennt, nur wirklich zufriedene Mitarbeiter sind gute Markenbotschafter. Um dies zu erreichen lässt man den Mitarbeitern Respekt und Anerkennung zukommen und sie an wichtigen Unternehmensprozessen teilhaben. Man achtet zudem darauf,  dass die Kommunikation am Arbeitsplatz zu einem entspannten Arbeitsklima beiträgt und Feedback den Arbeitnehmer motiviert und nicht frustriert. Außerdem fördert man die eigenen Mitarbeiter, bildet sie weiter und zeigt ihnen Perspektiven auf. So ist sichergestellt, dass sich der Arbeitnehmer mit dem eigenen Unternehmen identifiziert. Diese Einstellung trägt er sodann als Markenbotschafter via Blogs, soziale oder Business-Netzwerke, Bewertungsplattformen etc. ins Social Web.

Langweilig? Okay, dann lasst uns einfach weiter rappen. Oder etwa nicht?

Sabine Rittinger