Es ist eine der häufigsten Fragen, die in Gesprächen über die Einrichtung einer Unternehmensseite bei Facebook, Twitter, etc. gestellt wird. „Was soll ich da eigentlich posten?“ und im Anschluss daran: „Wen interessiert denn das?“ Stichwort: Content.

Grundsätzlich ist zunächst einmal alles Content. In jedem Unternehmen gibt es Wissenswertes, Interessantes, Spannendes und Lustiges, also warum nicht davon berichten? Okay, vorher muss geklärt sein, wen ich überhaupt erreichen will mit meiner Social Media Aktivität. Wer ist meine Zielgruppe und was ist mein Ziel? Image pflegen, Service & Support bieten, verkaufen, unterhalten, fähige Nachwuchskräfte ansprechen? Auf die Ausrichtung kommt es an, sie bestimmt den Content. Und damit man nicht anfängt, alles von A bis Z auf der eigenen Facebookseite herauszugeben, ist es unabdingbar immer einen Begriff im Hinterkopf zu halten: Mehrwert.

Fan eines Unternehmens oder einer Marke wird man, weil man sich einen Mehrwert davon verspricht und sei es der, dass man anderen zeigt, dass einem dieses Unternehmen gefällt. Mehrwert ist ein breiter Begriff und soll auch so gedacht werden. Ein Beispiel: Ein Notebookhändler will Notebooks verkaufen. Neben Daten & Fakten zu den einzelnen Geräten, kann man seine Fans aber genauso mit hilfreichen Tipps und Tricks, Links zu Tools oder Testberichten versorgen. Und warum nicht mal ein witziges Katzenbild zwischendurch? Ziel ist es, dass sich der Nutzer gut aufgehoben fühlt – fachlich, servicetechnisch und nicht zuletzt menschlich.

Wichtig ist nur: Die Marke nicht aus den Augen verlieren, den Kontext wahren und einen Bezug zum eigenen Produkt/Dienstleistung/Angebot herstellen. Die Frage „Was hat dieses Posting mit mir zu tun?“ sollte man sich jedesmal wieder stellen und auch beantworten können! Dabei ist es beispielsweise durchaus sinnvoll, auch aktuelle Themen einzubringen, eben all das, was Teil der Lebenswelt des Nutzers ist. Guter Content fällt nicht vom Himmel, ist aber auch kein Hexenwerk. Der User ist bei Facebook, um unterhalten & informiert zu werden und sich auszutauschen, darauf kann (muss!) man sich einstellen. Wenn Inhalte langweilig werden, wird auch die Quelle des Postings als langweilig empfunden. Bindet man hingegen den Nutzer ein, hört ihm zu und spricht ihn an, lernt man seine Zielgruppe und deren Wünsche viel besser kennen, als man es auf jede andere Weise könnte.

Dass der Medien-Mix stimmen muss und Inhalte nicht nur teilenswert sein sollten, sondern auch teilbar aufbereitet werden müssen, sind Punkte, die im nächsten Schritt eine große Rolle spielen. Auch über ein gutes Storytelling sollte man sich Gedanken machen, wenn man seine Marke optimal präsentieren will. Feststehen sollte allerdings vor all dem: Mein Content steht am Anfang meines erfolgreichen Social Media Marketings.

Norbert Windeck