Der Ein oder Andere hat sicherlich im letzten Jahr schon von Pinterest gehört, immerhin wurde die Website vom Time Magazin zu einer der Top 50 Websites des Jahres 2011 gekührt. Wir zeigen heute, wie sich Pinterest in der Praxis schlägt und wie man die Fotocommunity auch für Unternehmenszwecke einsetzen kann.

Die Fakten: Pinterest wurde 2009 gegründet. Seit Beginn liegt der Fokus auf Essen, Shopping und Mode. Der Anteil der weiblichen User soll dabei zwischen 54% und 70% liegen.

Wo liegt der Reiz von Pinterest? Die Konzentration auf das Medium Foto ist auf den ersten Blick deutlich attraktiver, als reiner Text. Es ist möglich Bilder von Websites unkompliziert via eines Bookmarks der eigenen Fotowand hinzufügen. Diese ist dabei in Boards unterteilt, die thematisch aufgegliedert werden können. Jeder einzelne Pin, also ein hinzugefügtes Bild, kann einem selbsterstellten Themenboard hinzugefügt werden. Als User ist es dabei möglich, einzelnen ausgewählten Boards zu folgen, aber auch einer anderen Person komplett. Alle Abonnements erscheinen dabei aggregiert auf der Startseite von Pinterest.

Aus Sicht eines Unternehmens ist es natürlich möglich, diese Boards gezielt zur Vermarktung der eigenen Produkte einzusetzen. Insbesondere design- und trendorientierte Unternehmen (z.B. Gap) können Produkte und Dienstleistungen so unaufdringlich und ansprechend präsentieren und auf eine virale Verbreitung des eigenen Contents hoffen. Dass es dabei nicht immer um Mode gehen muss, zeigt das Beispiel des Tech-Konzerns AMD. Jeder einzelne Pin kann – ähnlich wie in Facebook – mit Likes und Comments versehen werden. In Amerika schafft es Pinterest für 200.000 große Unternehmen mehr Traffic auf die Webseiten zu lenken, als YouTube, Google+ und LinkedIn zusammen.

Das Netzwerk befindet sich derzeit im Invite-only Status und ist in Deutschland noch nahezu unbekannt, kann aber in den USA schon auf 4 Mio. Unique Visits verweisen. Wir meinen: Pinterest hat riesiges Potenzial!