Wenn eine Botschaft wie im Sturm durch die sozialen Netzwerke zieht, dann könnte es sich dabei um geschicktes Viral Marketing handeln. Im Prinzip ist die Idee einfach: man produziert eine ansprechende Botschaft, z. B. in Form eines Videos, veröffentlicht sie in einem sozialen Netzwerk mit dem Ziel, dass sie sich unter den Usern wie ein Virus verbreitet. Aufgrund der Ähnlichkeit zu Word-of-Mouth wird Virales Marketing auch spaßeshalber als Word-of-Mouse-Marketing bezeichnet.

Die Vorteile dieser Art von Marketing sind überzeugend: geringe Kosten, große Wirkung, schnelle Verbreitung. Jedoch wird nicht jeder Post plötzlich viral. Um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen, bedarf es einiger Vorbereitungen. So sollte das zu bewerbende Produkt zunächst dahingehend analysiert werden, für welche Art von Viral Marketing es sich eignet. Man unterscheidet dabei zwischen aktivem und reibungslosem Viral Marketing. Aktives virales Marketing fordert den User zu Verbreitung auf, oder macht es so gar zur Bedingung den Service nutzen zu können. Reibungsloses Viral Marketing wirbt mit dem Produkt selber. Ein klassisches Beispiel dafür war Hotmails kleiner Text am Ende jeder Email: „Get your free email at Hotmail“. Dadurch sieht der Empfänger dass Hotmail kostenlos ist und dass es funktioniert, schließlich hat er die Email erhalten. Ein bekanntes Beispiel für reibungsloses virales Marketing ist die A hunter shoots a bear-Kampagne von Tipp Ex.

Ist das Produkt analysiert und hat man sich für eine Form des Viral Marketing entschieden, ist der nächste wichtige Schritt eine ansprechende Botschaft zu finden. Laut einer Studie werden insbesondere unterhaltende und außergewöhnliche Inhalte oft geteilt. In dieser Infografik sind die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst, die beachtet werden müssen, wenn der eigene Post viral werden soll:

Virales Marketing birgt jedoch nicht immer nur Vorteile: ist die Kampagne einmal gestartet, geht das automatisch mit einer Kontrollabgabe einher, denn es sind schließlich die User, die die Inhalte weiterverbreiten. Unter Umständen können dabei auch negative Stimmen laut werden, wie in diesen Beispielen aus dem Jahr 2013. Daher ist unbedingt genau zu prüfen mit welchem Inhalt man eine Kampagne durchführen möchte.

stoerer_blog_2