“9 von 10 Frauen würden dieses Produkt ihrer besten Freundin empfehlen.” Wer Werbung schaut, der wird über diesen Ausspruch schon das ein oder andere Mal gestolpert sein. Fürs Fernsehen gilt, was auch fürs Social Web erkannt wurde: Mund-zu-Mund-Propaganda verkauft Produkte. Denn wem vertraut man bei einer Kaufentscheidung schon mehr als dem Rat der besten Freundin?

Aus diesem Grund ziehen immer mehr Online-Shops ins Mitmachweb und vertreiben ihre Produkte über Facebook, Twitter & Co., denn hier findet man ideale Bedingungen für Empfehlungsmarketing unter Freunden. User teilen ihre neu erworbenen Schnäppchen, Kommentieren und Diskutieren über Marken oder sprechen Empfehlungen aus. Teilweise kaufen sie sogar über soziale Netzwerke. Social Commerce nennt sich diese Art des Shoppings. Ein recht junger Trend in Deutschland, der sich in den nächsten Jahren wohl noch stärker verbreiten wird.

Bisher wird das Angebot nämlich eher selten und überwiegend von Männern genutzt. Zwar gelten Frauen allgemein hin als shoppingsüchtig, im Social Web scheint sich dies aber umzukehren. Einer aktuellen Social Commerce Studie zufolge sind 65% der Käufer im Social Commerce männlich. Außerdem geben sie durchschnittlich etwas mehr Geld als Frauen aus und teilen ihre errungenen Schnäppchen weitaus häufiger via Newsfeed. Für Social Commerce scheint also zu gelten: „9 von 10 Männern würden dieses Produkt ihrem besten Freund empfehlen“. Ob Männlein oder Weiblein – wir finden: Öfter Mal den digitalen Einkaufswagen vorrollen. Bei Facebook, Twitter & Co. sind schließlich keine Warteschlangen anzutreffen.