Auf Blogs und Newsseiten findet man sie zu Ende eines Jahres zu genüge: die Trend-Artikel mit den wichtigsten Social Media Themen der Zukunft. Viel wird dort vorhergesagt – meist so viel, dass man sich nicht alles merken kann. Wer jetzt zustimmend in Richtung PC, Tablet oder Smartphone nickt, für den ist unser heutiger Artikel genau das Richtige. Denn gerade weil das neue Jahr nicht mehr ganz so jung ist, haben wir uns die Trends für 2015 in Sachen Social Media Marketing noch einmal vorgenommen und unsere Top 5 zusammengestellt.

Trend 1: Videocontent

Videos sind das Content-Format 2015. Neben Instagram und dem Video-Network Vine setzt seit Kurzem auch Twitter verstärkt auf bewegte Bilder. Das beste Beispiel, warum sich Unternehmen in sozialen Medien mit Videos beschäftigen sollten, ist momentan jedoch Facebook. Videocontent hat hier derzeit nicht nur die höchste Reichweite, hinzu kommen Features wie die Autoplay-Funktion im Newsfeed und Featured Videos auf Unternehmensseiten. Doch das heißt nicht, dass Videos grundsätzlich für Erfolg stehen, denn gute Performance braucht schlichtweg Qualität. Zudem gilt es auch hier ein paar Regeln zu beachten, was bspw. Länge, Untertitel und Postingzeiten angeht.

Trend 2: Social gleich Mobile

An Mobile Marketing kommt man im Social Media Management 2015 nicht vorbei. Der Markt wächst ungebremst: Fast 60% der Social Media Nutzer riefen bereits 2014 ihre Netzwerke von einem mobilen Endgerät auf. Wirft man allein einen Blick auf die deutschen Facebook-User, die das Netzwerk mobil nutzen, so sind die erwarteten 79% für 2015 eine ordentliche Hausnummer. Der mobile Kanal ist also keinesfalls zu vernachlässigen. Für Marketer lautet der Merksatz deswegen: Inhalte müssen mobiloptimiert sein.

Trend 3: Instagram

Mit über 2,5 Mrd. Likes, die täglich vergeben werden, und drei Millionen Usern allein in Deutschland ist Instagram schon längst ein ernstzunehmender Kanal im Social Media Marketing. Gerade für Marken, zu deren Zielgruppe die junge, mobile Generation gehört, kann sich Instagram-Marketing enorm lohnen. Um hier erfolgreich zu sein, gilt es allerdings, ein paar Besonderheiten zu beachten, denn das bildstarke Netzwerk funktioniert anders als Facebook oder Twitter. Verlinkungen werden in Postings bspw. nicht unterstützt und auch das Teilen von Beiträgen ist nicht möglich. Die drei Zauberworte für mehr Engagement lauten hier: Markierungen, Hashtags und natürlich: Visual Storytelling.

Trend 4: Social Media Advertising

Den Beschwerdesturm über die sinkende organische Reichweite auf Facebook hat vermutlich jeder mitbekommen. Und momentan sieht es nicht so aus, als würde sich in diesem Punkt etwas ändern. Die Lösung erfordert das nötige Kleingeld und heißt: Social Ads, denn hier tut sich im Gegensatz zur kostenlosen Reichweite einiges. Facebook bspw. liefert Werbetreibenden kontinuierlich neue Features und Möglichkeiten, damit diese ihre Anzeigen noch effektiver gestalten können. Für erfolgreiche Social Media Kampagnen erweist sich Advertising daher als unerlässlich. Neu hinzugekommen sind in 2015 Twitter Ads, die nun nun von allen Unternehmen in Deutschland genutzt werden können.

Twitter Ad

Trend 5: Microtargeting

Wenn 2015 das Jahr der Social Ads ist, heißt das im Umkehrschluss, dass Anzeigen noch besser konzipiert werden müssen, um erfolgreich zu sein. Besonderes Augenmerk sollten Marketer in diesem Zusammenhang auf die Auswahl und Bildung der Zielgruppen legen. Denn der Trend geht hin zu noch mehr Kundenzentrierung, auch Microtargeting genannt. Das bedeutet, dass Anzeigen in Zukunft noch stärker auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzelner, kleiner Zielgruppen abgestimmt werden können. Diese sogenannten Micro-Audiences können so noch effektiver erreicht werden.

Lehrgang zum Social Media Manager IHK Aachen
Übrigens: Im Juli findet an der IHK Aachen wieder ein Lehrgang zum Social Media Manager statt. In 7 Modulen vermitteln Prof. Dr. Jürgen Karla, Rechtsanwalt Jens Ferner und unsere Geschäftsführerin Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs den Teilnehmern die technischen, strategischen und kommunikativen Fertigkeiten sowie das nötige rechtliche Grundlagenwissen, was es für diesen Job braucht.