Gesucht, gefunden – so läuft es im Idealfall im Internet. Mit einem Marktanteil von 93% ist Google die Nummer Eins in Deutschland, wenn es um die schnelle und effektive Suche im Netz geht. Für Unternehmen gilt es, sich im Ranking eine gute Position zu erarbeiten, möglichst auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Social SEO stellt dabei eine interessante Erweiterung der Suchmaschinenoptimierung dar.

Definition Social SEO

Als Social SEO werden alle Maßnahmen bezeichnet, die in sozialen Netzwerken ergriffen werden und das Ziel haben, das Suchmaschinen-Ranking der eigenen Marke positiv zu beeinflussen.

Hierbei müssen verschiedene Bereiche unterschieden werden. Da wären zunächst die eigenen Social Media Präsenzen. Sucht jemand bei Google nach einem Unternehmen, wird im besten Falle zuerst die Website angezeigt. Die Ergebnisse im Anschluss können aber durchaus variieren. Durch die Aktivität in sozialen Netzwerken wird sichergestellt, dass die erste Seite der Treffer hauptsächlich vom Unternehmen selbst bestimmt wird.

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Die Links zu Facebook, Google+, Xing oder Twitter dominieren hier klar die erste Seite der Suchanfragen. Zu sehen ist auch, dass die eigenen Postings bei Google+ sehr hoch im Ranking auftauchen. Auch YouTube Videos sind hier oft zu finden. Darüber hinaus werden seit Kurzem wieder Tweets in der Suche angezeigt. Dies ist besonders interessant, da man sich durch die Verwendung von unternehmensrelevanten Keywords auch via Twitter in den Suchergebnissen platzieren kann.

Social Signals, Content und Backlinks

Wichtig bei Social SEO ist allerdings nicht nur die Einrichtung eigener Kanäle – auch die Content Strategie muss passen. Denn nur mit guten Inhalten erzeugt man Interaktion. Viel Interaktion wirkt sich wiederum positiv auf die Reichweite aus. Die sogenannten Social Signals beziehen sich auf Likes, Kommentare und Shares in sozialen Netzwerken. Je mehr Interaktion ein Beitrag sammelt, desto relevanter ist er für die Nutzer. Und Relevanz ist eines der wichtigsten Kriterien für die Suchergebnisse bei Google. Dort hat man großes Interesse daran, dem Nutzer genau die Informationen zu liefern, die er sucht.

Was bedeutet das nun für den Content, beispielsweise auf einer Facebook-Unternehmensseite? Wichtig ist es, hier Inhalte mit Mehrwert zu bieten, die zur Interaktion anregen. Wird ein Beitrag viel diskutiert und geteilt, ist das nicht nur gut für die Reichweite auf Facebook, sondern ein Social Signal für Google, dass hier spannende und brauchbare Inhalte geboten werden. Einschränkend ist zu sagen, dass sich Google bisher nicht offiziell zum Einfluss der Social Signals auf das Suchmaschinen-Ranking geäußert hat. Die direkte Bedeutung für das Ranking ist umstritten, die positiven Auswirkungen für die Marke sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.

Ebenfalls weit oben im Ranking finden sich oft Einträge aus Bewertungsportalen wie Yelp und kununu sowie themenspezifische Beiträge aus Foren. Auch hierauf gilt es, ein Auge zu haben und sich gegebenenfalls in Diskussionen einzubringen, um seine Marke zu positionieren.

Eine eher klassische SEO-Disziplin ist der Aufbau von Backlinks. Dieser geschieht heutzutage immer mehr indirekt, über Social Media. Blogartikel, Videos oder Inhalte einer Website werden über Facebook, Twitter und Co. mit dem eigenen Netzwerk geteilt. Über Social Buttons kann man dies sehr einfach ermöglichen. Verbreiten sich Inhalte viral im Netz, werden unweigerlich Blogger und Influencer darauf aufmerksam und nehmen sich des Themas an. Der auf Aufbau von Backlinks erfolgt somit indirekt über die Reichweite der Netzwerke.

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Social SEO als Strategie

Social SEO kann natürlich nicht als losgelöste Marketing-Maßnahme angesehen werden, da einfach zu viele Aspekte damit verbunden sind. Dennoch sollte es Einzug in die Digital-Strategie halten, da Reichweite und Aufmerksamkeit der Nutzer heute vor allem über Interaktion generiert wird. Dies bleibt auch Suchmaschinen wie Google nicht verschlossen. Die Bemühungen zur Auslieferung der relevantesten Inhalte führen aktuell unweigerlich zur Kommunikation in sozialen Netzwerken.