Bei uns in der Redaktion prägte der Dirk schon lange den Begriff des Internets im Internet. Damit bezieht er sich eigentlich immer auf die zentrale Rolle von Facebook und auf das neue Nutzerverhalten vieler User. Anzeichen dafür gibt es tatsächlich einige: Messages auf Facebook lassen eMail-Listen alt aussehen, Events haben nur noch pro forma Webpräsenzen außerhalb Facebooks etc.

Mit Facebook hat sich das Nutzerverhalten, aber auch das Internet selber verändert. Das Internet im Internet ist der neue Treffpunkt, über den mittlerweile knapp 700 Millionen Menschen miteinander vernetzt sind. Mit dem Vormarsch von Facebook stellt sich allerdings die Frage, was mit dem Rest der Online-Welt passieren wird. Nimmt das Surfverhalten dort auch zu oder eher ab?

Ben Elowitz von Wetpaint und comScore liefert jetzt dazu die passenden Daten. Was sich viele Internetuser neben unserem Dirk sicherlich auch schon gedacht haben, entlarven seine Nutzungsstatistiken Facebook als „Mörder des Internets”. Wer konnte sich vor 50 Jahren schon vorstellen, dass das Radio seine mediale Vormachtstellung je verlieren würde. Und doch – Video Killed the Radio Star!  Nun setzt Facebook dazu an, ähnliches zu vollbringen und das Internet zu verdrängen. Denn neuste Erhebungen zeigen, dass die Facebooknutzung überproportional ansteigt, während die sonstige Webaktivität abnimmt.

 

Facebook beeinträchtig die Webnutzung

Natürlich wissen wir, dass Social Media boomt: Die Nutzerzahlen sämtlicher Netzwerke schnellen in die Höhe und das Web wird dadurch erst wirklich zum Netz. Was das aber genau für die Zukunft bedeutet und ob die Nutzergewohnheiten sich wirklich auf wenige interaktive Plattformen wie Facebook konzentrieren werden, wird die Zeit zeigen. Der Trend beginnt sich jetzt schon abzuzeichnen. Elowitzs Artikel findet sich hier.