Was ist eigentlich Path? Journal und soziales Netzwerk?
Neben Pinterest war vor allem Path in den letzten Wochen in aller Munde. Auch wenn viel darüber gesprochen & geschrieben wurde, weiß nicht jeder, welche Features das — nach eigener Aussage — soziale Netzwerk bietet. Darum wollen wir Abhilfe schaffen, und das Angebot von Path an dieser Stelle vorstellen.
Path, gegründet im November 2010, wurde nach erfolgreichem Abschluss einer Finanzierungsrunde im November 2011 gerelauncht. Im Dezember 2011 lag die Zahl der Mitglieder bei 300.000. Grundgedanke von Path ist es, den eigenen Lebensweg — oder eben Pfad — für andere nachvollziehbar zu machen und in Form eines Journals oder Magazins aufzubereiten: »The smart journal that helps you share life with the ones you love.« Da denkt der geneigte Leser doch spontan an die Facebook-Timeline — und ja, es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch große Unterschiede. Der größte Unterschied zum Platzhirschen Facebook und anderen sozialen Netzwerken ist, dass Path nur auf mobile devices existiert (iOS & Android). Außerdem für Social Media sehr ungewöhnlich: Path hat die Anzahl der möglichen Kontakte auf 150 beschränkt. Genau solche Alleinstellungsmerkmale könnten aber der Schlüssel zum Erfolg sein. In der App selbst kann man darüber hinaus Merkmale verschiedener Social Media Anbieter kombinieren. So ist es beispielsweise möglich, den gerade gehörten Song mit einem Kommentar zu versehen, die Freunde zu markieren, mit denen man diesen Song hört, und das ganze durch den eigenen Standort abzurunden. Wie solch ein Post aussehen kann, ist hier zu sehen:
Die Kernfunktionen von Path sind über das kleine + zu erreichen und hier als Übersicht aufgeführt. Sicherlich wird man das ein oder andere Feature wiedererkennen:
- Möglichkeit, Fotos zu schießen, mit verschiedenen Filtern zu bearbeiten und zu sharen
- Möglichkeit, mitzuteilen, welche Freunde gerade mit mir unterwegs sind
- Möglichkeit, an Orten einzuchecken
- Möglichkeit, den gerade gehörten Song mit der eigenen Community zu teilen
- Möglichkeit, Gedanken mitzuteilen (Statusupdates)
- Möglichkeit, dem eigenen Netzwerk mitzuteilen, dass man sich schlafen gelegt hat oder gerade aufgestanden ist
Anfang Februar hatte auch Path einen Datenschutz-Skandal. Die Adressbücher der User wurden automatisch auf die Server von Path geladen. Schnell war man jedoch mit einer Entschuldigung und einem Update zur Stelle. Und das, wo Path doch selber sagt: »…we take the storage and transmission of your personal information very, very seriously.« Mittlerweile muss dem Datenabgleich bewusst zugestimmt werden (Opt-In). Path war durch den Skandal Aufmerksamkeit garantiert, viele Blogs berichteten darüber. Ein Schelm, wer hier böses denkt.
Ein letzter Pluspunkt: Die App ist einfach chique!
Insgesamt ist Path eine vor allem designerisch gelungene App, bei der die Usability nicht zu kurz kommt. Viele Funktionen kennt man von anderen Anbietern, sind aber hier allesamt vereint und einfach zu bedienen. Ob Path jedoch für das persönliche Social Media Portfolio ein Muss ist, sollte jeder User selbst entscheiden… Jetzt aber gute Nacht!


[…] mag, scheinbar findet es mittlerweile regen Anklang. Im Dezember letzten Jahres lag die Zahl der Mitglieder bei 300.000, nach eigenen Angaben von Path mittlerweile bei über einer Million. Vielleicht liegt dies daran, […]