Das Thema Crowdfunding haben wir bereits in mehreren Blogbeiträgen aufgegriffen. Schon viele Projekte wurden mithilfe der sogenannten Schwarmfinanzierung verwirklicht. Besonders in der Gaming, Musik oder Videobranche ist diese Art der Finanzierung ohne eigenes Kapital sehr beliebt. In letzter Zeit sind uns aber zudem des Öfteren Crowdfunding-Plattformen begegnet, die eine Finanzierung speziell für energieeffiziente Projekte anbieten. Diesem Ansatz möchten wir natürlich auf den Grund gehen.

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 750 eingetragene Energiegenossenschaften, was beweist, dass das Thema erneuerbare Energien nicht nur von der Politik, sondern auch in der Gesellschaft vermehrt aufgegriffen wird. So sehen sich viele Deutsche auch privat in der Pflicht, ihren Teil zu einer umweltfreundlicheren Welt beizutragen. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Crowdfunding- bzw. Crowdinvesting-Plattformen gegründet, auf denen grüne Technologien fortan finanziert und somit gefördert werden.

Besonders aufgefallen ist uns dabei die Plattform bettervest, welche sich selbst als „die erste Crowdinvesting-Plattform“ beschreibt. Vor etwa einem Jahr gegründet, hat sich das Unternehmen auf die Finanzierung von Energieeffizienz-Projekten spezialisiert. Dabei liegt der Einstiegsbetrag für Investoren bei 50€ zu einer Rendite von durchschnittlich 7% und einer Vertragslaufzeit von 7 Jahren. Der Unterschied zur bisherigen Crowdfunding-Finanzierung ist, dass sich das Kapital für ein Projekt aus Investitionen zusammensetzt, die eine festgelegte Rendite versprechen. Bereits zwei Projekte sind durch bettervest in die Tat umgesetzt worden. Beispielsweise sammelte man erfolgreich für das Frankfurter Fitnessstudio Body Street, um die komplette Beleuchtung auf LED Basis zu sanieren. Dadurch sinkt der Energieverbrauch des Studios schätzungsweise um 7000 kWh jährlich. In Zukunft wird den Fitnessbewussten beim Schwitzen so wohl ein umweltfreundlicheres Licht aufgehen.

Zwar konnten bisher noch nicht allzu viele Projekte realisiert werden, von der Idee der Internet Plattform bettervest sind wir aber schon einmal begeistert. Und nicht nur wir: Auch Bundespräsident Joachim Gauck ist überzeugt von so viel Innovation und überreichte in diesem Jahr den Preis „Deutschland – Land der Ideen“ an das noch junge Unternehmen. Ebenso wird sich zukünftig  Ernst Ulrich von Weizsäcker an der  Beurteilung der Nachhaltigkeitsstrategien der Projekte beteiligen. Auch wenn das Unternehmen also noch in den Kinderschuhen steckt, so ist der Ansatz auf jeden Fall lobenswert und wird vielleicht zu einem umweltfreundlicheren Deutschland beitragen. Wir sind gespannt und wünschen bettervest viel Erfolg.