So viel steht fest: Jahrgänge, die zwischen 1979 und 1994 geboren wurden, sind extrem online-affin, auch was das Kaufverhalten anbelangt. Schließlich nehmen die sog. Millennials Werbung hauptsächlich im Internet wahr, lesen online Erfahrungsberichte und bestellen bequem per Mausklick. Sie sind im Social Web heimisch und suchen dementsprechend auch dort nach Produkten, Lösungen und Jobangeboten.

Warum ist das relevant? Weil Millennials bis 2015 eine Kaufkraft von 2,45 Billionen Dollar weltweit haben werden und bis 2020 46% der Arbeitskraft ausmachen. Es ist also wichtig für Unternehmen, diesen Trend zu erkennen und sich aktiv am Geschehen im Web 2.0 zu beteiligen.

Aber bevor Unternehmen nun kopflos in die sozialen Medien ziehen, sollte einiges beachtet werden: Herkömmliches Push-Marketing funktioniert bei der Generation Y nicht, weil sie Produkte und Marken vornehmlich dann konsumieren, wenn sie auf eine sympathische Art und Weise überzeugen und zum eigenen Wertesystem passen. Außerdem entscheiden Unternehmen nicht mehr allein darüber, was zu ihren Produkten und zu ihrem Service gesagt wird. Millennials verbreiten ihre Meinung zu Angeboten und Dienstleistungen bereits heute in Blogs, über Facebook, Twitter und andere Kanäle.

Millennials halten sich aber nicht nur im Web 2.0 auf, um Produkte zu kaufen und zu bewerten, sie suchen online auch nach Informationen und Hilfe. So schauen 65% der Generation Y erst einmal im Social Web nach Lösungen, bevor sie den Kundenservice eines Unternehmens per Telefon oder persönlich kontaktieren. Die meisten versprechen sich vom Serviceteam 2.0 eine Antwort innerhalb von 12 Stunden. Unternehmen sollten somit auch den Gedanken des Servicemanagements ins Social Web tragen und sich den veränderten Kommunikationsformen des Kundensupports anpassen.

Neben dem Kaufverhalten und dem Servicegedanken spielt auch die Jobsuche im Social Web eine immer größere Rolle für die Generation Y. So können Unternehmen im Social Web talentierte Arbeitskräfte finden, die mit neuen Ideen und Ambitionen das eigene Anliegen vorantreiben. Bereits nächstes Jahr werden Millennials in Amerika 36% der Arbeitskraft ausmachen. Es lohnt sich dementsprechend, online zu gehen und dort Personal zu werben.

Kurzum: Noch nie zuvor war eine Generation so gut vernetzt, wie die Millennials. Möchte man diese Generation ansprechen, muss man verstehen, wo und wie sie ihre Zeit online verbringt. Nur so ist es möglich, sie zielführend anzusprechen.