Unter dem Begriff Netiquette versteht man Verhaltensempfehlungen für User auf Online-Plattformen. Erstmals aufgekommen ist dieses Kofferwort aus Netz und Etikette 1979 im Umfeld des Usenets. Heutzutage spielt es im digitalen Marketing immer noch eine wichtige Rolle und ist fest verankert in der Unternehmenskommunikation auf Facebook, Twitter & Co.

Nett im Internet?

Was genau in eine Netiquette hört, ist stark von der jeweiligen Plattform und der avisierten Zielgruppe abhängig. Eine wohl konzipierte Netiquette orientiert sich in der Regel an den allgemeinen Nutzungsgewohnheiten und geht zudem auf die zielgruppenspezifischen Besonderheiten ein.

Darüber hinaus macht sie den unternehmensinternen Umgang mit Verstößen transparant. Denn: Wer sich nicht an Verhaltensempfehlungen hält oder gar gegen das geltende Rechte verstößt, darf/muss sanktioniert werden. Gerade bei Rechtsverstößen durch User ist die Netiquette also ein dankbares Instrument.

Und bei unbliebsamem Verhalten?

Auch bei “nur” deplaziertem Verhalten, bspw. bei Troll-Versuchen auf der eigenen Facebook-Seite, ist sie nützlich. Durch sie haben Community Manager eine Handhabe und können zeitig handeln – und dies, auch ohne ihr Tun noch einmal “von oben” absegnen zu lassen. Die Netiquette führt daher auch intern zu Handlungssicherheit bei den Verantwortlichen. Allerdings, und das ist wesentlich: In keinem Fall darf die Netiquette dazu missbraucht werden, sich negativer Kritik zu entledigen.

Best Practices

Was sind die gängigen Bestandteile einer Netiquette? Hierüber liefert bspw. der entsprechende Wikipedia-Artikel Auskunft. Anregungen bietet aber auch dieses Netzfundstück:

Ein Beispiel für eine gelungene Netiquette gibt es auch auf der Facebook-Seite der Stadt Dresden. Vorbildlicherweise präsentiert sich die touristisch geprägte Stadt hier übrigens zweisprachig.

Ursprünglich veröffentlicht am 21. November 2011