Seit geraumer Zeit gibt es immer wieder Beschwerden über den Algorithmus von Facebook, den so genannten EdgeRank. Da man nicht mehr so einfach im Newsfeed der eigenen Fans auftaucht, sorgen sich insbesondere Unternehmen um ihre Reichweite. Zwar wird der Algorithmus auch mit der Einführung des neuen Newsfeeds nicht abgeschafft, doch kann man sich trotzdem fragen, ob und was sich in Zukunft dadurch ändern wird. Welche Chancen können sich für Unternehmen ergeben?

Im Großen und Ganzen wird der Newsfeed übersichtlicher und zugleich bunter. Da seit 2011 der Anteil an Fotos in Posts um die Hälfte gestiegen ist, legt Facebook jetzt den Fokus auf visuelle Kommunikation: Im neuen Newsfeed werden Bilder, Videos und Stories wesentlich prominenter angezeigt. Auch können User bald Inhalte selber filtern, indem sie aus verschiedenen Feeds wählen. So können sie sich beispielsweise Beiträge von Freunden oder Fanseiten separat anzeigen lassen.

Und was bedeutet das nun für Unternehmen? Seiteninhaber sollten an der visuellen Vermittlung ihrer Inhalte feilen, um sich abzuheben und hervorzustechen. Zudem wird der neue Newsfeed diesen einen weiteren Vorteil bieten: Da prinzipiell alles größer wird, werden wahrscheinlich vor allem die gesponserten Meldungen mehr auffallen. So wird es für die Nutzer schwieriger, Anzeigen zu ignorieren. Sprich: Für werbetreibende Unternehmen, die Facbeook Ads einsetzen, ist dies also durchaus positiv.

Da sich der neue Newsfeed momentan erst in der Beta-Version befindet und er nur für wenige Nutzer freigeschaltet ist, sind bislang kaum statistische Daten vorhanden. Insofern wird die Zukunft zeigen, welche Auswirkungen dessen Einführung tatsächlich auf die Unternehmenskommunikation hat. Wir sind gespannt und freuen uns schon auf mehr visuelle Kommunikation in sozialen Medien!