In einem interessanten Blogbeitrag äußerte sich Brian Boland von Facebook zu den wichtigsten Fragen, die im Zuge der sinkenden organischen Reichweiten von Facebook Unternehmensseiten immer wieder diskutiert werden.

Darin stellt der Mitarbeiter aus dem Ads Product Marketing klar, dass Facebook zwar sehr wohl daran interessiert ist, Geld mit Werbung zu verdienen. Das kann auch nun wirklich niemanden mehr überraschen. Dennoch hat die Begrenzung der organischen Reichweite nichts oder nur bedingt etwas damit zu tun. Zunächst einmal wird die Zahl der eingestellten Statusupdates, Fotos und Videos von Facebookseiten immer größer. Der oft beschworene Algorithmus muss die für den jeweiligen Nutzer relevanten Inhalte herausfiltern, da man sonst tagtäglich mit unzähligen Inhalten überschwemmt werden würde. Relevante Inhalte sind dabei die, mit denen ich interagiere und mich thematisch gerade häufig beschäftige – ausgedrückt durch Likes, Kommentare, Shares und andere Klicks.

Wie man als Unternehmen mit der eigenen Facebookseite weiterhin im Newsfeed möglichst vieler seiner Fans auftaucht, kann man beispielsweise hier nachlesen. Laut Boland sei Facebook keineswegs daran interessiert, Unternehmen bewusst die Reichweite zu verringern. Eher geht es wohl darum, die Qualität der eingestellten Beiträge dahingehend zu verbessern, dass sie für die eigenen Fans weiterhin verfolgenswert sind und vor allem zur “sinnvollen” Interaktion anregen.

Eingebettet in ein Gesamtkonzept kann eine Facebookseite eine wertvolle Ergänzung zum Erreichen der eigenen Unternehmensziele sein. Eine Facebookseite allein ist – nach wie vor – keine Marketingstrategie. Mit dem Blogbeitrag von Brian Boland öffnet sich das Unternehmen selbst ein Stück weit der allgemeinen Diskussion, bezieht Stellung und verspricht in Zukunft Änderungen und Produktentwicklungen besser und vor allem transparenter zu kommunizieren. Ein durchaus begrüßenswerter Schritt!