In einem früheren Artikel haben wir bereits über die Bedeutung der Einführung von Social Media Guidelines in Unternehmen berichtet. Ein aktuelles Beispiel aus dem Profisport zeigt, dass ein festgelegter Verhaltenskodex für den Arbeitnehmer genauso wichtig ist, wie für Arbeitgeber.

Was war passiert: Stefano Celozzi, Fußballprofi beim VfB Stuttgart, wurde für ein Spiel seines Teams vom Trainer nicht berücksichtigt. Daraufhin erhielt er vom Verein zwei VIP Tickets, um sich das Spiel trotzdem im Stadion anzusehen, ein völlig normaler Vorgang bei Fußballvereinen. Der Spieler zog es aber vor, sich zuhause um seine kranke Freundin zu kümmern und bot die Tickets “for free” seinen Freunden auf Facebook an. Dies stieß beim Verein nicht gerade auf großes Verständnis, im Gegenteil: Der Spieler wurde komplett aus dem Kader gestrichen und in die 2. Mannschaft strafversetzt.

Man kann natürlich darüber streiten, ob die Maßnahme des Vereins überzogen ist. Aber das Beispiel zeigt: Eine eindeutig formulierte Richtlinie vom Arbeitgeber, was in sozialen Netzwerken geht und was nicht, lag in diesem Fall nicht vor. Diese hätte eine schriftliche Grundlage für eine Reaktion auf das Verhalten des Angestellten geliefert. Auf der anderen Seite hätte der Arbeitnehmer einen Leitfaden zur Hand, was er in Bezug auf seinen Beruf beispielsweise bei Facebook posten darf – durchaus ein Schutz vor eventuellen Konsequenzen, die im vorliegenden Fall eher den Beigeschmack der Willkür haben.

Fazit: Social Media Guidelines sind sowohl für Arbeitgeber, als auch für Arbeitnehmer enorm wichtig, um sich auf das “neue Medium” Social Web einzustellen, Grenzen abzustecken & einen fairen Umgang miteinander zu gewährleisten.