Der Nutzen von Twitter für kleine und große Unternehmen war uns ja schon häufiger einen Artikel wert. Was aber mit Twitter möglich ist, wenn es an finanziellen Mitteln nicht mangelt, zeigte vor kurzem MTV, das die Video Music Awards zu einem einzigartigen Twitter-Event gemacht hat.

Seit 1984 gibt es die VMAs schon, aber noch nie war der Einfluss der Fans auf die Show so groß, wie im letzten Jahr. Maßgeblich verantwortlich dafür waren drei Twitter-Komponenten, die in die Sendung mit eingebunden wurden:

1. The Buzz: Während der Show wurden die Zuschauer immer wieder dazu aufgerufen, über ihre Stars zu zwitschern. Die Tweets beeinflussten nach dem Prinzip von Twitter Buzz eine Wolke aus Promifotos, die je nach Volumen der Twitter-Konversation über entsprechenden Promi größer oder kleiner wurden.

2. The Paparazzi: Die Fotos vom roten Teppich wurden nicht, wie klassischerweise, über Medienkanäle vertrieben, sondern von den Followern – und zwar in Echtzeit. Sie wurden aufgerufen ihre Lieblingsfotos zu retweeten. Die Fotos mit den häufigsten Retweets wurden in der Sendung gezeigt.

3. The Hot Seat: Diese Anwendung ermöglichte den Fans, den Sitzplatz ihrer Stars auf der Website anzuklicken, um zu sehen, was diese aktuell zwitschern. Die Einbindung dieser Funktion in die Live-Show ermöglichte es auch Nicht-Twitterern, den Tweets zu folgen.

10 Millionen VMA Tweets, ein Zuschaueranstieg von 9% zum Vorjahr und ein Besucheranstieg von 50% auf der mobilen MTV Seite waren die messbaren Resultate der Aktion. Ob sich die Resonanz bei den VMAs 2012 noch steigern lässt, bleibt abzuwarten. MTVs Strategie der Fan-Einbindung über Twitter war jedenfalls schon beim ersten Mal ein voller Erfolg!